Montag, 30. Dezember 2013

Ein glückliches und gesundes stabiles Jahr!

" Ein Jahr zählt mit so vielen Tagen, wie man genutzt hat."

G.B. Shaw
Wenn ich über das Geschriebene der Weisheit nachdenke, dann hatte ich ein langes Jahr, sehr lang!
Fast kein Tag verbrachte ich ohne meinen Laptop, unzählige Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit, verbrachte Stunden als Elternsprecherin oder Mutter in der Schule meines Sohnes, bei der Arbeit, Schreiben von Artikeln und der Beginn meines neuen Buchs, zig Stunden, die genutzt wurden für dies und das..... Es war im großen Ganzen ein gutes Jahr, nicht immer glücklich wie z.B. der Abschied von meiner großen Tochter, die ein Jahr in den USA verbringt, die Operation meines Sohnes und die erneute Verschlechterung meiner MS. Aber es gab auch Begegnungen von Menschen, die ich nun Freunde nennen darf, die mir ans Herz gewachsen sind und zwei Gruppentreffen von der Facebook-Gruppe "Face to Face with MS".
Es sind Menschen in mein Leben getreten, die ich nicht mehr missen möchte und wenige mussten sich verabschieden, da sie mir nicht gut taten. Die Stunden des Jahres wurden gut genutzt!
Im diesen Sinne wünsche ich Euch/Ihnen, meinen Freunden, meiner Familie, meiner Großen über dem Deich, meinem Kleinen zu Hause, Leser- und Leserinnen und allen, die noch viel Kraft und Hoffnung mit der Erkrankung MS brauchen,
viel Glück, Stabilität und Gesundheit, Erfolg und ein positives gelingendes Jahr!!
Eure Caro



Foto: Copyright C.Régnard-Mayer

Donnerstag, 26. Dezember 2013

..und wie war bei Ihnen / Euch Weihnachten??


Alle Jahre wieder…

 Noch sechsunddreizig Tage bis Weihnachten und die Diskus­sionen über den Kauf des Tannenbaums und das Festmenü an Heiligabend sind in vollem Gang. Dieses Jahr stellt sich die Frage für uns: „Künstlicher oder Naturbaum?“ Meine Tochter hatte die „netten“ Bemerkungen für mich: „Kauf doch einen Plastikbaum, denn wenn wir nicht mehr bei dir leben, haben wir vielleicht keine Zeit, dir einen Naturbaum zu besorgen. Außerdem bist du vielleicht mal so gehandicapt, dass es pflegeleichter für dich ist. „Erstens findet sich immer jemand, der mir einen schönen, kleinen natürlichen Baum bringen wird“, antwortete ich, „und zweitens wird der Zustand der absoluten Hilflosigkeit hoffentlich nie eintreffen, liebe Tochter“. Ich lasse die Worte an mir abprallen und werde mich mit dem Thema höchstpersönlich und alleine die nächste Woche im Baumarkt auseinandersetzen.
 
Das Schmücken des Tannenbaums zwei Tage vor Heiligabend war schnell gelöst, denn ein Jahr schmücke ich den Baum und das darauffolgende Jahr meine Kinder. In meiner Kindheit schmückte man den Baum schon zwei Tage vorher nach französi­scher Tradition und überhaupt hatte nur meine Mutter das große Privileg. Zum Glück habe ich dieses Jahr die Ehre und kann mich mit meinen traditionellen roten Kugeln und den Holzfiguren austoben. Kein Lametta!

Das Aufstellen des Tannenbaums oder „O Tannenbaum“!

 Da kann ich ein Lied singen, nicht nur von künstlichen Baum­diskussionen. Der Ort des Geschehens bzw. die Aufführung findet alljährlich im Wohnzimmer statt, nachdem der Kauf und der Transport schon ein Kraftakt war. Zwei Wochen lang steht er in einem mit Wasser befüllten Eimer auf dem Balkon und die Temperaturen sind unter dem Nullpunkt. Wie jedes Jahr koche ich heißes Wasser, um den Baum aus dem Eimer zu bekommen und zerschlage das Eis mit einer Axt. Und jedes Mal schwöre ich mir, den Baum rechtzeitig vor dem Gefrieren in Sicherheit zu bringen. Vergebens, das Jahr ist zu lang!

Zurück ins Wohnzimmer. Die Kinder sind nun kräftig genug um mit anzupacken, und doch gelingt es uns nie, den Baum so mit den Flügelschrauben zu fixieren, dass er senkrecht im Ständer steht. Wir tänzeln um den Tannenbaum, unsere Stimmen werden lauter und emotionaler und die Frage stellt sich, wer wohl der Schuldige war und es gibt einen neuen Versuch. Der dritte Anlauf gelingt immer! Im Hintergrund läuft „O du fröhliche“ und wir sinken fix und fertig, aber zufrieden, ein wenig erhitzt auf die Coach. „O Tannenbaum“, wie schön sind deine Blätter!“ Das Ende des Lieds? Dasselbe wie damals: Die ganze Familie sitzt entkräftet, aber zufrieden im Wohnzimmer und lacht.

 Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest der Krisen. Auslöser sind oft zu hohe Ansprüche, zu viele Pläne, unterschiedliche Ansichten und der Druck, dass alles perfekt sein muss. Auf Knopfdruck soll Besinnlichkeit, Entspannung und Freude aufkommen. Aber was das ganze Jahr über nicht funktioniert, klappt an Weihnachten noch weniger. Also weg vom Perfektionismus und dem selbst auferlegten Erfolgs-druck. Es muss nicht alles reibungslos funktionieren und manche Missgeschicke lassen sich einfach weg lachen. Einerseits ist alles ganz einfach, wenn da nur nicht das Anderseits wäre.

 
Am meisten liebe ich die Adventszeit, sie ist unbeschwert und harmonisch mit den Kindern. Wir durchstöbern schon Mitte November die Backbücher und jeder darf sich seine Lieblings-plätzchen wünschen. Vor dem ersten Advent backen wir das erste Mal, meine Tochter und ich mit vehementer Standhaftigkeit, mein Sohn klinkt sich aufgrund verstärkter Frauenpräsenz frühzeitig aus. Ich denke, eher aus Faulheit. Alle Jahre gibt es Spritzgebäck, verarbeitet mit dem uralten Fleischwolf meiner Oma. Kindheitserinnerungen erwachen in mir. Die Vorfreude auf das Christkind, meine Oma, der Duft der Adventszeit und Weihnachtsgeschichten, die ich als Kind von einer Nachbarin erzählt bekam. Zurück zum Gebäck. An Kalorien darf ich gar nicht denken, denn kurz vor Weihnachten nasche ich alleine aus der großen Keksdose, die Kinder sind Gebäck müde und denken an Ostern.
 

Wünsche für Geschenke werden schon im September von meiner Mutter geäußert, in einem Monat, wo Weihnachten für mich wie ein Fremdwort klingt. Sie ist jedes Jahr die Erste, der ich ein Geschenk kaufe. Praktisch, denn das Bank-guthaben ist noch im schwarzen Bereich. In diesem Jahr schreibt mein Sohn zum ersten Mal keinen Wunschzettel mehr. Bei meiner noch so bettelnden Frage „Glaubst du wirklich nicht mehr an das Christkind?“, schüttelt er mitleidig über mich den Kopf. Er ist nun auch „erwachsen“ geworden. Noch letztes Jahr haben wir abends seinen Wunschzettel mit einer Kerze vors Fenster gestellt und am nächsten Morgen war er weg. Das Christkind hat alle Zettel der Kinder in der Nacht eingesammelt. Wie wunderbar haben die Augen meiner zwei Liebsten gestrahlt. Und meine auch.

 Der Wunsch nach Harmonie ist gerade an Weihnachten besonders stark ausgeprägt. Doch dabei erreicht man oft das Gegenteil. Auch während der Feiertage sollte sich jeder zurückziehen dürfen, der seine Ruhe haben möchte. Man muss nicht immer alles zusammen machen. Wenn man spürt, dass man zu sehr aufeinander hängt, tut ein kleiner Spaziergang gut. Man geht Soff aus dem Weg und verdaut gleichzeitig das viele gute Essen.
 
Wann wo gefeiert wird, bietet alle Jahre wieder Anlass zu Diskussionen. Ebenso wenn es um das Menü der Festtage geht. In meiner Familie wird im Wechsel gefeiert, einmal bei uns Drei und das nächste Jahr bei meinen Eltern. Weihnachten ist eben auch das Fest der Kompromisse. Und zum ersten Mal diskutierten wir nicht tagelang den Menüplan rauf und runter, sondern ich entscheide das Heiligabendmenü, da bei uns gefeiert wird und meine Mutter bekocht uns am ersten Feiertag nach ihren Ideen. Am zweiten Feiertag müssen meine Kinder zu ihrem Vater, der Staat sieht es so vor.

 Jedes Jahr kommt Weihnachten für viele Menschen plötzlich und überraschend und Hektik bricht aus. Viele haben ja am 23. Dezember noch nicht alle Geschenke und raufen sich die Haare. Nun, ich lehne mich gelassen zurück, wir schreiben den 4. Dezember und ich habe alle Geschenke beisammen, die Zimmer sind weihnachtlich dekoriert und fast alle Plätzchen gebacken. Aber in der Stadt treffe ich ständig auf bekannte Gesichter, die mich verstört und ratsuchend anschauen. Anscheinend sind die Wünsche zu ausgefallen oder die Schenkenden sind fantasielos.
 
Weihnachten ist auch das Fest der Rituale. An Heiligabend wird ausgeschlafen, denn der Kühlschrank ist voll, nur das frische Baguette muss noch besorgt werden. Traditionell gibt es zum Mittagessen eine selbstgemachte Nudelsuppe und wir schauen uns „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ an. Ein kleiner Spaziergang um den Block und dann ab ins Bad, um sich festlich raus zu putzen. Gegen Abend, wenn es dämmert die Bescherung und anschließend unser Festmenü, um gegen 22.00 Uhr gemeinsam zur Christmette zu gehen. Meine beiden Kinder dienen in der Messe und sind zu Hause reif fürs Bett.
 

Und alle Jahre wieder, sitze ich dann alleine mit einem Glas Wein oder Sekt samt Plätzchen vorm Tannenbaum, höre mir alleine „Stille Nacht“ an und der Vorweihnachtsstress fällt von mir ab!

 

24. Dezember 2010

 

Die Weihnachtskarte meiner Tochter entschädigt mich für vieles:

Liebe Mama,
 
ich wünsche dir ein

frohes Fest und

viele Geschenke!
 

Liebe, Schnee und Gebäck,

hat das Christkind für dich im Gepäck.

 
Deine Sarah.
 
copyright Caroline Régnard-Mayer
 
"Alle Jahre wieder." ist ein Kapitel aus meinem Buch: "Frauenpower trotz MS" Ich trete aus dem Schatten.
ISBN: 978-3-348-26425-4 Verlag BOD, ab dem Frühjahr 2014 mit neuer ISBN im Fraumstunden Verlag Essen.

 
Foto copyright C.Régnard-Mayer

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 19. Dezember 2013

 

Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.
 
Foto: C.Régnard-Mayer
(Verfasser unbekannt)

Dienstag, 17. Dezember 2013

Blog der SANA-Kliniken "Medizin des Lebens"...ein Artikel von mir wurde veröffentlicht- Danke!!

http://sprechende-medizin.com/blog/themen/medizin-des-lebens/


17. Dezember 2013 von Caroline Régnard-Mayer in Medizin des Lebens

Frauenpower trotz MS

„Frauenpower trotz MS“  mein eigener Weg mit „Madame MS“ und „Mademoiselle Depression“.
 
Hier ein kleiner Ausschnitt, lesen Sie bitte weiter oben im Link:
 
Meine Devise: „Nie aufgeben und loslassen", auch wenn die Kraft eine andere wurde!!
Ich bin sehr stolz, im Sana Blog meine Lebensgeschichte zu erzählen. Auch wenn in Facebook manche Gefahr lauert, es hat mein Leben mit sehr netten Kontakten und Freundschaften bereichert. Dazu gehört auch die Sana Klinik bzw. durch meine Reha auch der Kontakt mit Therapeuten des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad. Manch einen von ihnen habe ich schon persönlich kennengelernt. Hier nun meine Lebensgeschichte:
Nach einer „unbeschwerten, glücklichen“ Kindheit absolvierte ich die Mittlere Reife an der Maria-Ward-Schule, Landau. Bis zum 12. Lebensjahr war ich ein sehr stilles, behütetes Kind und deshalb wurde für mich auch der Realschulabschluss „entschieden“. Damit platzten meine eigenen Pläne – Abitur und Medizinstudium – wie eine Seifenblase. Ich besuchte nach der Mittleren Reife das Naturwissenschaftliche Technikum und machte das Examen als Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin. Es folgten viele abwechslungsreiche und vor allem erfolgreiche Berufsjahre mit privaten Veränderungen.
Ich plante alles: meine berufliche Laufbahn, mein Privatleben und auch meine Urlaube. Ich war der Meinung, man könne sein Leben genau planen, wenn man nur Ziele hat und davon überzeugt ist, diese zu erreichen.
..........

Danke liebe Frau Bunge für Ihre tolle Unterstützung!

Caroline Régnard-Mayer

Montag, 16. Dezember 2013

Ein großartiges Projekt!

http://www.visionbakery.com/mwm-productions#.UqHJ7zHgfkQ.twitter

Spendenaufruf für ein großartiges Projekt!!

Bitte teilt so oft es euch möglich ist und bitte lest es Euch durch...wenn das Projekt nicht zustande kommt, was wir natürlich nicht hoffen, gibt es das Geld zurück.
Jede noch so kleine Spende bringt uns weiter, den Traumstunden Verlag Essen und Michael Wisniewski!!

Eure Caro
NACHTRAG am 29.12.2013
Hier aus gegebenem Anlass noch einmal ein paar Erklärungen:

Zum ersten:
Wir sind NICHT in der Lage auf die bisher eingezahlten Gelder zuzugreifen! Diese liegen auf einem Treuhandkonto bei Visionbakery! Wir sind damit auch NICHT in der Lage, zu überprüfen, ob avisierte Gelder eingegangen sind! Alles was WIR sehen, ist das Gleiche, was auch IHR seht, die Unterstützerliste auf der Crowdfundingseite!

Zum zweiten:
Das Argument, dass das bisher zusammengekommene Geld für einen Rechner doch sicher reichen würde, unterschreibe ich! Das Problem ist ein anderes - denn wir bekommen dieses Geld nicht, wenn nicht die Gesamtsumme von 5595,- Euro zusammenkommt. Wird die Gesamtsumme NICHT erreicht, bekommen alle, die bisher gezahlt haben, ihr Geld zurück.

Zum Dritten:
Eure Unterstützung ist NICHT von der Inanspruchnahme einer Leistung abhänging! Selbst, wenn jemand nur 0,50 Euro überweisen will, kann er oder sie das tun! Die von uns angebotenen Gegenleistungen sind UNSER Angebot an EUCH, auch und gerade um DENEN eine Gegenleistung zu geben, die mehr als nur "Taschengeldsummen" geben wollen. Ihr KÖNNT damit eben Mp3´s, CD´s oder oder oder von uns erwerben, ihr müsst nicht!

Und eine Bitte:
WENN es Fragen gibt, Unklarheiten herrschen, Verunsicherung aufkommt - bitte schreibt mich an! Niemandem ist geholfen, wenn dieses Projekt aufgrund von Missverständnissen scheitert!

Gruß in den Sonntag!
Britta Wisniewski & Micky Dearest

Dienstag, 10. Dezember 2013

Vier Wochen ambulante Reha!

Zwei Tage wären geschafft und ich fühle mich wie früher, nach 20 km Wanderung. Einfach nur platt, die Schulter schmerzen, die Nerven spinnen und wenn man mir sagt, ich soll aufstehen an einem Gerät, dann hat mein Gehirn heute extrem langsam geschaltet. Therapeutin wiederholte nämlich ihre Bitte und ich musste den Kabelsalat erst entwirren , um den Beinen zu sagen "he, ihr da, aufstehen!"
Ich krieche nachmittags wie ne Schnecke aus dem Rehazentrum und zum Glück fährt mein Auto mit Autopilot ;-))
Zu essen gibt es auch nicht reichlich, denn wer sich nicht richtig bewegt und in allem verhalten ist, sollte auf seine Figur achten!! Basta.
Faszit: Gestern schob ich mir zuhause um 17.30 eine Kühltiefpizza in den Backofen, total untypisch für mich, aber wer gequält wird, muss essen.
In diesem Sinne bis bald!
Eure Caro

Sonntag, 8. Dezember 2013

Warum ein Blog?!

http://frauenpower-ms.jimdo.com/mein-blog/

Liebe Leser/-innen!

Ihr dürft abstimmen bzw. mir eure Meinung schreiben....welcher Blog findet ihr besser, oben auf meiner Autorenseite (siehe Link) oder hier bei Blogger?


Foto: Caroline Régnard-Mayer
 
Heute werdet ihr erfahren, warum auch ich nun mit der Zeit gehe und mit dem bloggen begonnen habe.
Als erstens, weil mich eine Autorenfreundin "angestiftet" hat und der Meinung wie mein Sohn ist, um mit der Zeit zu gehen, in der alles miteinander vernetzt ist, sollte man einen Blog als Autor haben. Ihr zweites Argument überzeugte mich dann, denn ich kann und werde hier auch Bücher meiner Freunde und Autoren einstellen.
Jeder profitiert vom anderen und ich selbst, lese ständig in Blogs anderer. Da ich zur Zeit wenig an meinem neusten Buch schreibe, kommt mir die Pflege das Blogs, sehr gelegen.
 
Mein Blog.....klingt ja echt toll und ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein kleiner Teil vom Rest der Welt hier vereinen würde, zum Diskuttieren, kommentieren und um Anregungen zu geben.
Meine Leser- und Leserinnen, Bekannte, Freunde und alle Interessierte, treten Sie ein in meine "kleine Welt des Bloggen".
 
Eure Caro